Vatikan-Münzen: Bei Sammlern heißbegehrt

Die speziellen Euro-Münzen des Vatikans gelten in Sammlerkreisen als extrem begehrenswert. Der beste Beweis dafür ist die Preisentwicklung der Münzen. Während man im März ein Set, das aus acht Münzen bestand, noch für zwölf Euro kaufen konnte, werden dafür mittlerweile Preise von über 800 Euro aufgerufen. Das entspricht einer Wertsteigerung von ungefähr 666 Prozent. Der hohe Wert ist nicht zuletzt auf die geringe Stückzahl zurückzuführen, die die Münze ganz besonders interessant für Sammler macht: Insgesamt sind weniger als sechs Millionen Münzen geprägt worden. Aber was genau hat es mit den Münzen auf sich? Und was genau macht sie so heißbegehrt?

Die Motive der Münze

Euro-Scheine verfügen über ein einheitliches Design. Bei den Münzen, speziell bei den Vatikan-Münzen, ist das nicht so. Diese tragen ein landesspezifisches Motiv auf der Rückseite. Dieses fällt bei den Vatikan-Münzen besonders kunstvoll aus. Es handelt sich um ein Porträt von Papst Johannes Paul II. Entworfen wurde dieses Porträt vom italienischen Künstler Guido Veroi. Die 69.000 Sätze der ersten Ausgabe wurden vom Vatikan verkauft, wobei der Verkauf auf zwei Sätze pro Person begrenzt war. Allerdings konnte diese Regel nicht verhindern, dass die Münzen innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren. Manche Sätze werden für 1.300 Euro gehandelt.

Die folgenden Sätze

Nach dem Erfolg des ersten Satzes wurden 9.000 neue Sätze vom Vatikan ausgegeben. Die Beliebtheit fiel hier nicht wirklich geringer aus, was sich unter anderem dadurch bemerkbar machte, dass bereits ein größerer Teil der Münzen von Sammlern im Vorfeld reserviert beziehungsweise vorbestellt wurde. Die Münzen lagen dabei in der Qualität Polierte Platte vor. Noch heute kann man die Vatikan Münzen kaufen, da diese nach wie vor gefragt sind. Außerdem kam damals zusätzlich noch eine Silbermedaille auf den Markt, die zwei verschiedene Motive zeigte.

Auf der einen Seite war das „Jüngste Gericht“ von Michelangelo zu sehen und auf der anderen Seite das Wappen des Papstes. Für Sammler waren die Münzen vor Lärm aufgrund der Qualität interessant. „Polierte Platte“ bezeichnet den höchsten Qualitätsstandard, den eine Münzanstalt liefern kann. Da besonders hochwertige Münzen von Sammlern geschätzt werden, dürfte klar sein, warum vor allem diese Münzen so beliebt waren und es auch heute noch sind. Bei den damaligen Sätzen der zweiten Auflage wurde sogar vermutet, dass sie zu noch höheren Preisen auf dem Sammlermarkt verkauft werden könnten, wobei vierstellige Preise keine Seltenheit waren.

Ebenfalls wurden spezielle silberne Fünf-Euro-Münzen auf den Markt gebracht, die insbesondere bei Sammlern für entsprechendes Interesse sorgen konnte. Schließlich gibt es normalerweise keine Fünf-Euro-Münzen. Die Motive der Münze wurden extra vom Vatikan entworfen.

Vatikan-Münzen sind überdurchschnittlich begehrt

Die Gründe für die Beliebtheit der Münzen sind vielfältig. Zum einen sind neue Münzen von kleineren Stadtstaaten ohnehin schon recht beliebt, zum anderen spielen ebenso Faktoren wie die Religion und die „Wirkung“ von Johannes Paul II eine große Rolle. Insbesondere jetzt, wo er schon eine Weile nicht mehr im Amt ist, kann sich das positiv auf den Wert der Münzen auswirken. Vor allem in der heutigen Zeit, wo die Inflation ein nicht zu unterschätzendes Problem darstellt, ist es sinnvoll, Geld anzulegen.

Die Münzen sind übrigens derart beliebt, dass es sehr schwierig ist, eine vollständige Serie zu erwerben. Schon damals ging man davon aus, dass der Wert der Münzen immer weiter ansteigen wird, was die Münzen zu einer hervorragenden Anlage mit Wertsteigerung macht.

Foto von weyo@stock.adobe.com

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