Die Fitness-Trainer B-Lizenz: Das muss man wissen

Jeder Fitnesstrainer, der in Kontakt mit Menschen kommt und ihnen bei zahlreichen Übungen Hilfestellung leistet, hat im Vorhinein eine Lizenz erworben, die ihn auch dazu befugt. In Deutschland gibt es drei Fitness-Trainer-Lizenzen: C, B und A. Die B-Lizenz ist die Gängigste, denn sie reicht aus, um in vielen Sporteinrichtungen  arbeiten zu können oder sich sogar selbstständig zu machen.

Die Voraussetzungen

Bei den meisten Anbietern sind keine außergewöhnlichen Eigenschaften zu erfüllen, um die Fitnesstrainer-B-Lizenz zu erhalten. Allerdings sollte man ein Mindestalter zwischen 16 und 18 Jahren haben und bereits über sportliche Kenntnisse verfügen. Verschiedene Einrichtungen erwarten außerdem, dass zuvor die C-Lizenz erworben wurde. Für den Fall, dass man seine Weiterbildung bei einer solchen Organisation beginnen möchte, aber nicht über die erwartete Lizenz verfügt, kann man das oft während des Kurses nachholen, beziehungsweise nebenbei absolvieren.

Eine gewisse körperliche Tauglichkeit ist natürlich wünschenswert, wenn man später einmal mit der Erklärung und Ausführung von Sportübungen sein Geld verdienen möchte. Genauso wie ein wenig Grundverständnis für die Anatomie des Körpers – Erfahrungen durch zum Beispiel eigenes Training sind daher ein Pluspunkt. Nicht außer Acht lassen sollte man die Kommunikationsfähigkeit. Es genügt nicht, sich ganz viel Wissen anzueignen – man muss es auch verständlich weitergeben können.

Lohnt sich der Aufwand?

Das Erlangen der B-Lizenz ist mit Kosten verbunden. Man muss ungefähr mit einem Preis von 800 bis 1.400 Euro rechnen. Wie lange die Ausbildung dauert, hängt von mehreren Faktoren ab, denn es gibt keine festgeschriebene Vorgabe. Man hat beispielsweise die Möglichkeit, den Lehrgang innerhalb von zwei Wochen zu absolvieren. Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dies in Präsenz stattfindet und mehrere Stunden am Tag in Anspruch nimmt. Wer die Lizenz noch neben dem regulären Job erlangen möchte, kann das mit Hilfe eines Fernstudiums tun. In dem Fall dauert der Kurs rund sechs Monate, bis man die Lizenz in der Tasche hat.

Man hat allerdings längst nicht so viel Aufwand, weil so gut wie alles online erledigt werden kann und der Inhalt auf lange Zeit gestreckt wird – nur zum Abschluss erwartet einen dann eine Präsenzphase. Man muss also etwas Zeit und auch Geld investieren, dafür bekommt man aber eine Lizenz, die für viele Jobs der Türöffner ist. Trainer mit B-Lizenzen arbeiten oft selbstständig in Fitnessstudios und verlangen einen akzeptablen Stundenlohn, der die Investition schnell wieder wett macht. 

Karrierechancen

Wie schon erwähnt, ist es einerseits möglich, selbstständig zu arbeiten und so eventuell auch in mehrere Einrichtungen zu „schnuppern“, was auf jeden Fall mehr Abwechslung bringt. Aber auch Festanstellungen sind möglich. Und das nicht nur in Fitnessstudios, sondern auch in Wellnesseinrichtungen, Rehazentren, Sportvereinen, Hotels und vielem mehr. Gute Fitnesstrainer werden immer gesucht und haben gute Chancen darauf, schnell einen Job zu bekommen. Die Möglichkeiten gehen sogar noch weiter, denn nicht nur in Deutschland ist man mit einer B-Lizenz heiß begehrt – auch im Ausland sind Engagements möglich. Wie zuvor erwähnt, bieten zum Beispiel auch Hotels Fitnesstrainings an, die eine Leitung erfordern.

Eine Lizenz zu erwerben und seinen Weg als Fitnesstrainer zu gehen, macht für die Sinn, die sich gerne mit Sport, dem Körper und anderen Menschen auseinandersetzen. Zudem kann so gut wie jeder einen Kurs belegen und später in dem Bereich arbeiten. Aber Achtung: Nach Erhalt der Lizenz muss sie nach einem bestimmten Zeitraum wieder erneuert werden.

Foto von rawpixel.com@stock.adobe.com

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