Das Klavier selber stimmen – So kann das Klavier selbst gestimmt werden!

Ein Klavier zu stimmen ist meist die Aufgabe von Fachleuten, da diese Aufgabe meist sehr zeitintensiv ist. Allerdings können die Töne eines Klaviers durchaus auch selbst nachgezogen und gestimmt werden. Beim Stimmen einen Flügels, Pianos oder Klaviers ist wichtig, dass das richtige Spezialwerkzeug zur Verfügung steht, welches Teil des Klavierbaus ist. Wer sein Klavier regelmäßig selbst stimmen möchte, der sollte sich kleine Sets zulegen, die zum Beispiel aus Stimmhammer und Stimmkeil bestehen und bereits zu einem relativ günstigen Preis zu erhalten sind. Allerdings ist es wichtig, sich für das Stimmen des Klaviers genug Zeit zu nehmen und nicht unter Stress zu stehen, denn selbst bei einem einzelnen Ton sollte man wissen, was man tut.

Kann das Klavier selbst gestimmt werden?

Wenn ein Ton verstimmt ist, leidet meist das gesamte Stück. Besonders in der mittleren Tonlage sollte der Ton möglichst schnell nachgestimmt werden, da diese häufig und bei einem Großteil der Stücke genutzt wird. Besonders, wenn das Klavier häufiger gestimmt werden muss, fragen sich viele, ob jedes Mal der Klavierstimmer gerufen werden muss. Insbesondere, da dieser auch nicht unbedingt günstig ist. Sofern es sich eher um ein leichtes Nachstimmen handelt, kann die Aufgabe durchaus selbst durchgeführt werden. Allerdings sollte man mit genug Zeit und Respekt an die Angelegenheit herangehen, denn Klavierstimmer müssen nicht ohne Grund eine Ausbildung absolvieren. Wenn das komplette Klavier gestimmt werden muss, sollte dies daher lieber den Fachleuten überlassen werden.

Darauf sollte man beim Stimmen achten!

Wichtig ist, dass nicht einfach losgeschraubt wird, bloß um die Aufgabe schnell zu erledigen. Das gilt sowohl für das Stimmen des gesamten Klaviers als auch für einzelne Töne. Aufgrund der Saitenspannung ist ein bestimmtes Drehmoment notwendig, damit sich die Stimmwirbel auch bewegen. Daher nicht die Fachzange aus dem Werkzeugkasten nutzen, sondern spezielles Werkzeug zum Stimmen.

Das richtige Werkzeug

Die Tuning-Sets gibt es bereits ab 50 Euro, wenn man regelmäßig Stimmen korrigieren und nachstimmen möchte. Die Sets beinhalten den Stimmhammer und Stimmkeil, die für das gesamte Nachstimmen notwendig sind.

Der Stimmhammer hat einen kräftigen und stabilen Holzgriff, damit ein präzises Arbeiten möglich ist. Dabei wird der Stimmhammer auf die Stimmwirbel aufgesetzt. Mit Hilfe des Stimmkeils wird herausgefunden, welcher Ton daneben liegt. Der Stimmkeil dämpft die Saiten dabei ab, wodurch die Saiten mit der darüber liegenden Oktave verglichen werden. Die Saite, wo die Schwebung am schnellsten und stärksten pulsiert, muss nachgestimmt und korrigiert werden. Diese wird anschließend mit dem Stimmhammer bewegt. Klingt die Saite mit der Oktave gut, dann wird er herausgezogen und der Ton mit allen Saiten angehört. Klingt es harmonisch und gut, ist der Ton korrekt nachgestimmt worden.

Zeitpunkt zum Nachstimmen

Fachleute für das Klavierstimmen sagen gerne, dass Laien nicht das notwendige Gehör hätten. Wenn das Klavier allerdings verstimmt ist, kann das so gut wie jeder hören. Den Zeitpunkt zum Nachstimmen der Saiten ist also am Klang zu erkennen, wobei es am besten nicht dazu kommen sollte. Generell ist deutlich zuhören, wenn ein Klavier verstimmt ist und korrigiert werden sollte. Wenn die Töne eine starke Schwebung haben, dann sackt die Stimmung komplett weg. Je mehr Töne verstimmt sind, desto aufwändiger ist das Nachstimmen. Häufig muss dann mehrmals nachgestimmt werden, was ziemlich teuer werden kann.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, das Klavier zweimal im Jahr nachzustimmen. Die Kosten liegen zwischen 80 bis 100 Euro und dauert etwa 1 bis 2 Stunden, zuzüglich der Anfahrtskosten.

Foto von Petrus/stock.adobe.com

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