Was kann man beim Messie-Syndrom tun?

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Das Messie-Syndrom sorgt nicht nur dafür, dass die Wohnung der betroffenen Person sehr chaotisch aussieht. Auch die psychische Verfassung der Betroffenen ist in der Regel sehr schlecht und ebenso „durcheinander“. Aber was kann man tun, wenn jemand unter dem Messie-Syndrom leidet?

Große Probleme im alltäglichen Leben

Wer mit dem Messie-Syndrom zu kämpfen hat, hat große Probleme damit, im alltäglichen Leben klarzukommen. Schon die einfachsten Aufgaben werden zur unmöglichen Herausforderung. Der Grund dafür ist, dass diese Menschen in der Regel nicht dazu in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen. Dabei muss es sich nicht um schwere Entscheidungen handeln – schon die Entscheidung darüber, wie man die eigene Wohnung aufräumen soll, ist problematisch. Hinzu kommt, dass sich betroffene Personen häufig nicht so gut von Gegenständen trennen können, da sie diese als besonders wertvoll einstufen. In der Konsequenz sammeln sich dadurch unzählige Dinge an, was letztendlich im absoluten Chaos resultiert.

Gemeinsam aufräumen

Es hat sich herausgestellt, dass es nicht besonders hilfreich ist, wenn man die Wohnung der Betroffenen für sie aufräumt. Schließlich würde sich dadurch nichts an dem schädlichen Verhalten ändern und es wäre nur noch eine Frage der Zeit, bis die Wohnung wieder im Chaos versinken würde. Wenn man sich beispielsweise an die Experten vom Messiehilfe wendet, wird ein anderer Ansatz verfolgt: Man räumt gemeinsam auf. Dabei ist es wichtig, dass man den gesamten Prozess langsam angeht. Es kann schon reichen, wenn man mit den Betroffenen gemeinsam ein Zimmer aufräumt und sich dann nach einer Pause dem nächsten Raum widmet.

Dadurch gewöhnen sich die Patienten nach und nach daran, im eigenen Alltag für Ordnung und Organisation zu sorgen. Oftmals erkennen sie dadurch selbst, dass dieser Ansatz deutlich angenehmer und mit weniger Problemen verbunden ist. Besonders hilfreich kann es sein, wenn man die Familie in den Prozess einbezieht. Das sorgt dafür, dass sich die Betroffenen noch mehr unterstützt fühlen und ihren Lebensstil nachhaltig ändern wollen. Durch die Kontrolle, die sie nach und nach zurückerlangen, erhalten sie außerdem mehr Selbstbewusstsein und können sich wieder auf sich selbst verlassen.

Wie können Betroffene ihr Leben in den Griff bekommen?

Es gibt verschiedene Maßnahmen, mit deren Hilfe man Betroffenen dabei helfen kann, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Die Psychotherapie liefert hierfür zahlreiche Methoden, durch die die Betroffenen lernen, wie sie sich selbst organisieren und ihre mentale Gesundheit stärken können. Wichtig ist dabei allerdings, dass die Patienten dazu bereit sind. Sie müssen selbst danach streben, ihr Leben zu verändern – ansonsten hat eine Behandlung meistens keinen Erfolg. Das hat vor allem etwas mit der Selbstwahrnehmung zu tun: Meistens empfinden Menschen mit dem Messie-Syndrom ihr Verhalten als ganz normal und wollen daher gar keine Hilfe erhalten.

Verhaltenstherapie zur zusätzlichen Unterstützung

Auch eine Verhaltenstherapie mit einem Psychotherapeuten kann die Betroffenen dabei unterstützen, wieder in einen geregelten Alltag zurückzufinden.

Das erste Ziel in einer solchen Verhaltenstherapie ist, dass sich die Patienten darüber bewusst werden, dass ihr Verhalten sehr problematisch sein kann. Darüber hinaus geht es darum, warum sie sich überhaupt so verhalten. Dadurch lernen sie, ihr eigenes Verhalten zu verstehen und zu hinterfragen. In individuellen Schritten kümmert man sich gemeinsam dann darum, das Verhalten nach und nach zu ändern. Das kann zwar einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, ist aber durchaus erfolgversprechend. Darüber hinaus kann es auch eine gute Idee sein, eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen, um Akzeptanz und Verständnis zu erfahren.

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